Was mach ich nur mit Dir?

Seit Beginn 2016 überlege ich krampfhaft was ich mit – beziehungsweise aus – dieser Seite machen soll. Spätestens seit ich Anfang 2016 Instagram für mich entdeckt habe und dort mit einem Foto und einem kurzen Kommentar all das hochladen kann, das für Twitter zu lang, aber für einen Blogeintrag zu kurz ist tut sich hier nichts mehr. Leider.

Ich besitze diesen Webspace seit 2002 oder 2003, als der Webspace, den mein Paps zu unserem Internetanschluss dazu bekam zu klein wurde. Die Seite, die ich dort veröffentlicht hatte, war die gemeinsame Homepage meiner Freunde und mir, auf der wir unsere Cosplays ausstellten. Irgendwann schlief die Gruppenaktivität allerdings ein und wir lösten unsere Gruppe auf. Ich kaufte Changing Identities als URL, erstellte ein neues Layout und hatte meine eigene Seite, auf der ich mehrere Jahre lang meine Cosplays ausstellte. Nebenbei hatte ich auch mehrere Gruppenseiten für unsere Rollenspielrunden erstellt, auf denen wir unsere Charaktere vorstellten, Buch über die gemeisterten Abenteuer führten und, was in einer Pen and Paper Runde kaum ausbleibt, unsere Kalauer veröffentlichten. Die Gruppen lösten sich auf, die Seiten wurden gelöscht. Auch meine kurze Stippvisite im Tabletop bekam eine eigene Seite verpasst – Painted Fantasies. Ja, ich hatte sehr viel Spaß am Programmieren und Gestalten von Internetseiten. Nur zum beruflichen Pixelschubser habe ich es trotz aller Vorkenntnisse nie geschafft. :/

Meine Internetseiten haben mich so lange durch viele Hobbyjahre und die Durststrecken begleitet und ich tue mir schwer das alles aufzugeben. Changing Identities ist wie ein gemütliches kleines Haus, aus dem ich nicht ausziehen will. Egal wie stark sanierungsbedürftig es inzwischen ist und egal wie viele mir sagen in einen Mietwohnungskomplex, sprich ein Social Network, zu ziehen sei einfacher. Deshalb war Changing Identities auch lange Zeit im „Winterschlafmodus“, bis ich aus der Cosplayseite mein Hobbyblog gemacht habe. Selbst dieses hat seit 2012 nur 73 Beiträge erhalten. Ich bin eine furchtbare „Intervallhobbyistin“ – ich gehe meinen unzähligen Hobbies immer nur phasenweise nach oder gehe gar keinem davon nach. Zwischen Oktober und Januar habe ich fast nur gestrickt, Dezember bis März hatte ich eine Lesephase und seitdem bin ich fast nur noch dabei Bilder in einem meiner Malbücher für Erwachsene auszumalen und wie immer Massenhaft Let’s Plays zu schauen, aber das zählt nicht als Hobby. Ich habe Bullet Journaling für mich entdeckt, aber diese wilde Mischung aus Kalender, To-do Listen, Notizbuch und persönlichem Tagebuch ist mir zu privat, als dass ich darüber großartig etwas schreiben, geschweige denn Bilder daraus veröffentlichen will. Zumal die Begeisterung dafür über das Jahr hinweg auch schon wieder eingeschlafen ist. Im September habe ich ein bisschen gehäkelt und ein altes Kostüm für die Connichi fertig gestellt. Diese Freitagsfüller, Sieben-Sachen-Sonntage oder Weiß-der-Geier-Aktionen sind nichts für mich. Auf biegen und Brechen will ich hier auch nichts hochladen, nur damit etwas hochgeladen wird.

Mein Connichi Cosplay und die Con waren für mich persönlich eine halbe Katastrophe. Die neue Perücke kam, da ich sie nochmal umtauschen musste, für die Con zu spät, am Kostüm selbst hatte ich mit Rostflecken, welche die Stecknadeln verursacht hatten zu kämpfen, der Kragen lief mir beim Bügeln (!) ein und schließlich stellte sich heraus, dass mir das Kostüm inzwischen zu groß ist. Juhu. -_- Kommt davon wenn man ein 5-6 Jahre altes Kostüm aus Zeitnot für ein neues endlich fertig macht. Fotos davon habe ich bislang kein einziges. Macht bei dem Kostüm aber nix. Den Connichi Samstag habe ich dank des Trubels am Freitag mit Migräne und fieser Übelkeit bei meinen Gastgebern im Bett verbracht. Ein Hoch auf Stress durch Überreizung!
Sonntag habe ich dann allerdings noch ein bisschen was von der Con gesehen. Fotografiert habe ich allerdings kaum. Freitag boten sich zu wenige Möglichkeiten, Samstag war ich krank und Sonntag hatte ich dann keine Lust mehr die Kamera mitzuschleppen. Zum Leute treffen eignet sich die Connichi echt nicht, dafür ist sie viel zu voll. Gesehen habe ich meine Bekannten erst Sonntag gegen Conende – zwischen Tür und Angel.

Da kurz vor der Connichi mein Patenkind zur Welt kam kann ich wenigstens das einzige dieses Jahr fertig gestellte DiY Geschenk vorstellen. Eine Totoromütze.

Totoro Mütze

Gehäkelte Mütze für ein Neugeborenes

Was will ich mit diesem Eintrag überhaupt? Ich weiß es nicht und genau das ist mein Problem. Regelmäßig zu einem Thema Bloggen liegt mir einfach nicht. Zumal ich nicht einmal wüsste welches Thema. Vielleicht hilft es mir aber, dass mir mal so langsam darüber klar werde, was ich hieraus mache. Eins ist aber sicher: Werbung oder Gewinnspiele gibt es weiterhin keine.

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